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Ein Abend mit dem Team Strassacker – mein Blick hinter die Kulissen (Fotostory)

by Daniel

Vorm GCC Rennen in Schleiz hatte ich einen Heidenrespekt: Enge Straßen, ein ewiges Auf und Ab und nicht zu vergessen: Windkante. Alles Themen, die auch das Team Strassacker beschäftigten, die im Unterschied zu mir nicht ums Überleben, sondern um den Sieg kämpfen. Für einen Abend durfte ich Mäuschen spielen und bei ihrer Teambesprechung hinter die Kulissen blicken.

Team StrassackerWie bereiten sich eigentlich die besten Jedermänner vor?

Liegen sie auch, faul wie ich, mit Reiswaffeln und allerlei anderem Schnicknack am Abend vorm Rennen im Bett und glotzen TV und freuen sich, dass sie sich den Wamst vollhauen dürfen oder gibt’s bei denen eine strukturierte Teambesprechung?

Fragen wir doch einfach mal Franco Adamo vom Team Strassacker:

Franco, ich würde gerne mal bei Euch Mäuschen spielen! Wie bereitet ihr euch auf ein Rennen vor? Was passiert da? Wie findest das statt? Dürfte ich mal vorbeikommen und mir das angucken?

Kein Problem, kommst einfach vorbei, kannst dir gerne alles angucken – wir freuen uns!

So in etwa fand die Korrespondenz zwischen Strassacker Teamchef Franco Adamo und mir in den Tagen vor dem GCC Rennen in Schleiz statt.

Unkompliziert und schnell!

Ziemlich spontan kam mir also die Idee, mal für einen Abend hinter die Kulissen eines professionell geführten Jedermannteams zu blicken. Mit Franco Adamo hatte ich noch einen sehr guten Kontakt nach unserem Interview in den Interview Sessions #006.

So kam es dann, dass ich am Samstagabend um kurz nach 19 Uhr dem Team Strassacker im Restaurant Pfeffermühle, mit Hunger, Durst und Kamera beiwohnte…

Mein Abend in Bildern, unterlegt mit kurzen, erklärenden Texten.

Taktikbesprechung mit dem Team Strassacker

Team Strassacker

  • das Wetter war weltklasse, die Stimmung ebenfalls, besser geht’s in Summe eigentlich nicht
  • kurz nach 19 Uhr lief ich im Restaurant Pfeffermühle in Schleiz auf
  • das Team Strassacker saß bereits in Teamkleidung am Tisch und unterhielt sich über Allerlei

Team Strassacker

  • im Bild: Joscha Weber, Nils Kessler und Kai Miebach (ersten drei links); rechts Holger Koopmann (blickt auf Handy), der eine sehr wichtige Rolle im Team einnimmt – später dazu mehr
  • hier sind wir noch bei der Vorspeise und reichlich Cocktails zum Warmwerden
  • nein, natürlich alles alkoholfrei, klang nur lustiger
  • am Tisch hatte meines Wissens nach tatsächlich keiner am Vorabend des Rennens Alkohol getrunken; is auch ne Ansage…

Team Strassacker

  • nachdem die Raubtierfütterung beendet war, übernahmen vor allem Holger Koopmann, Hanno Rieping und Franco Adamo das Sprechen – die drei sind aus meiner Sicht auch die führenden Köpfe im Team
  • mit den Händen gestikulierend seht ihr Holger Koopmann, der als Nordlicht (Schleswig-Holstein) mittlerweile in Köln wohnt und beim WDR arbeitet
  • es ist sehr interessant, ihm zuzuhören, der Kerl hat eindeutig Ahnung vom Radsport… beeindruckend, wie er schon im Vorfeld den Rennverlauf prognostiziert und wertvolle Tipps gibt
  • links im Bild der Hinterkopf des späteren Gewinners des Schleizer Dreiecks: Nils Kessler – obwohl dünn wie ein Skispringer auf Diät, der Kerl kann essen für zwei.. Hat zumindest zwei Hauptgerichte gegessen. Wo packt der das hin?

Team Strassacker

  • Hanno Rieping, der in dieser Saison bereits schon sehr, sehr gute Ergebnisse eingefahren hat, übernimmt nun, im Wechselspiel mit Holger Koopmann, die Gesprächsführung
  • beeindruckt hat mich wirklich, wie detaillverliebt sich die Jungs auf so ein Jedermannrennen vorbereiten – jeder im Team Strassacker hat seine feste Rolle, jeder weiß, was er am nächsten Tag zu tun hat – ich bin froh, wenn ich so ein Rennen überlebe, die wollen gewinnen
  • während ich mir meist nur das Höhenprofil vor einem Rennen anschaue, um rauszufinden, wo die fiesesten Anstiege auf mich warten, werden bei den Strassacker Jungs deutlich mehr Details, und vor allem auch Konkurrenten mit in die Vorbereitung einbezogen – sehr interessant, wen sie da immer wieder mit auf dem Zettel haben: Welches Team hat welche Stärken und Schwächen und auf welche Fahrer muss man vor allem achten
  • eins kann ich vorwegnehmen: Alle im Team Strassacker hatten Respekt vor der ersten Abfahrt nach dem Start und dem folgenden Anstieg – und sie sollten Recht behalten: Die Folgen würde ich am nächsten Tag spüren (mein Rennbericht folgt asapissimo)

Team Strassacker

  • Christian Thomas, ein sehr sympathischer Zeitgenosse, gab auch noch seinen Senf dazu – er war vorher Triathlet und fährt nun nur noch Radrennen fürs Team Strassacker
  • ich war überrascht, wie viele der Jungs aus dem “weiteren” Rheinland kommen
  • Christian kommt aus Düsseldorf – hier war natürlich der Grand Depart in den nächsten Tagen das große Thema am Tisch bevor die Taktikbesprechung losging

Team Strassacker

  • das Restaurant „Pfeffermühle“ war noch relativ neu, zu viele Gäste waren noch nicht am Start
  • Vorteil: Man hatte seine Ruhe
  • für alle Thüringer aus dem Saale-Orla-Kreis: hingehen! Essen war echt lecker (zumindest meins)

Team Strassacker

  • die Farbe ist sicherlich Geschmackssache, alle Jungs liefen in Strassacker-Klamotten von Biehler auf
  • hier ein Ausschnitt der Teamjacke

…und hier das Poloshirt mit Strassacker-Enblem:

Team Strassacker

  • nach ca. zwei Stunden war es an der Zeit für mich Tschüss zu sagen, ich musste mich ja auch noch ein bisschen auf das Rennen vorbereiten – schließlich hatte ich gelernt, dass es offenbar nicht reicht, sich nur das Höhenprofil anzuschauen – Konkurrenten, auf die ich gesondert achten muss, hab ich aber immer noch keine

Fazit: Mein Eindruck vom Team Strassacker

Krass zu sehen, was man bei den Kunstgießern für einen Aufwand betreibt, um ein solch gut organisiertes Team zusammenzustellen. Vor dem Abend hatte ich offen gesprochen ein wenig Bammel, dass es vielleicht etwas zu steif, etwas zu bierernst zur Sache geht, das war aber ganz klar nicht der Fall. Die Jungs waren alle gut drauf, man hat ihnen angemerkt, dass sie gerne Rennen fahren und entsprechend heiß auf den nächsten Tag waren. Die Atmosphäre war sehr locker, sehr angenehm.

Lustig war für mich zu erleben, was diese Teambesprechung für Erinnerungen weckt, und zwar an früher, als ich noch Fußball spielte. Auch hier wurde ähnlich strukturiert über das nächste Spiel gesprochen und ein entsprechender Matchplan entworfen. In diesem Fall von „Silberrücken“ und Road Captain Holger Koopmann, der der verlängerte Arm von Franco Adamo ist.

Guter Mann, der Holger.

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