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DNF beim Kufsteinerland Radmarathon: Warum man auch mal auf die innere Stimme hören sollte!

by Daniel

Nach dem Ötzi war vor dem Kufsteinerland Radmarathon, eins meiner besten Rennen im letzten Jahr (Top 30 Platz). Trotz aller Vorfreude hieß es am Ende leider: DNF. Wie konnte das bloß passieren? Mimimimi…

Kufsteinerland Radmarathon

Foto: Daniel Götz

Ein Gefühl von Erleichterung.

Es ist Anfang September, ein paar Tage nach dem Ötzi. Ein paar Tage vorm Kufsteinerland Radmarathon.

Wenn ich nicht gerade mein neugeborenes Baby durch die Wohnung trage oder an anderen Projekten arbeite, liege ich zusammengekauert in meiner „Radsportecke“. Sinnbildlich. Seit dem Ötzi habe ich das Rennrad nicht mehr angefasst. Ich bin alle, leer. Nix mehr in mir drin.

Radmarathons sind in diesem Augenblick ganz weit weg. Wahrscheinlich auch vom Schlafmangel der letzten Wochen. Ich wusste, dass Baby-bekommen kein Ausflug zum Ponyhof ist, unser kleiner Racker hat Energie. Ne Menge. Und das ist auch gut so.

Die Prioritäten verschieben sich. Hatten sie mir vorher schon alle gesagt. Recht sollten sie behalten. Die Motivation, selbst aufs Rad zu steigen und mich mehrere Male die Woche zu trietzen, ist weg. Genauso die Zeit. Genauso das Wetter.

Ich nutze diesen Moment und mach mal langsam. Gönne mir. Höre nach innen. Heile mich. Dass ich wieder kommen werde, ist mehr als klar. Dafür macht mir das Rennradfahren insgesamt viel zu viel Spaß.

Spätestens im nächsten Frühjahr. Ob als Genussradler mit Wampe und haarigen Beinen oder Kampfsau mit Messer zwischen den Zähnen? Keine Ahnung. Ich will es nicht Comeback nennen, das klingt zu groß.

Wie ich es nie war.

Schöner Tag auf dem Rad in Kufstein

Kufsteinerland Radmarathon

Schöne Innenstadt in Kufstein

Heute geht es nun nach Kufstein. Den Termin hatte ich mir fest eingetragen. Und ich bin, wie im ersten Satz schon erwähnt: erleichtert.

Denn dieses Mal, ganz im Gegensatz zum Ötzi, werde ich mich nicht quälen. Keine fiesen Endlosberge, keine 5000+ Höhenmeter. Einfach ein schöner Tag auf dem Rad – eine Strecke, die auch für Sprintertypen geeignet ist (siehe Bericht 2016).

Und das in netter Gesellschaft. Ohne Stress.

Frank Maier von shutuplegs.de mit seinen bunten Socken ist da, Bergziege Götz, Andreas – Hasi – Haslauer, Deutschlands schönster Sportredakteur (ehemals Focus, BAMS) und Martin Granadia – klingt wie ein spanischer Bardensänger mit Gitarre und Rose im Mund – kommt aber aus Wien und betreibt mit 169k.net einen ästhetisch sehr, sehr schönen Rad-Blog. Natürlich nicht so schön wie der Andi, der ja Deutschlands schönster Redakteur ist.

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Bussi, Hasi :-)

Fritz-Walter-Wetter in Kufstein

Was als ambitionierte Ausfahrt in netter Gesellschaft gedacht war, entpuppte sich leider als üble Regenschlacht. Oder in anderen Worten: Fritz-Walter-Wetter.

Knappe 10 Grad und Regen nonstop. Kein Wetter, um ganz entspannt mal die Beine zu spinnen. Aber nicht an den Start gehen? Auch keine Option. DNS geht, wenn man nicht gerade krank ist oder andere triftige Gründe vorliegen, überhaupt nicht.

Nach knapp 30 km im Radmarathon wieder aufhören aber auch nicht.

Was soll’s? Schande auf mein schütteres Haupt.

Ich passiere Kufstein, nach der Auffahrt zum Thiersee mit anschließender Schleife und schneller Abfahrt, und nehme raus. Heute soll es nicht sein. Zu kalt, zu nass. Trotz netter Gesellschaft vom Andi kann ich mich nicht weiter motivieren.

Höre auf deine innere Stimme.

Und die sagt, geh jetzt warm duschen!

Und zwar flott.

Ich komme wieder. Denn, wenn im nächsten Jahr die UCI-WM mit einigen Rennen in Kufstein startet, gibt es neben diesem sehr gut organisierten Radmarathon zahlreiche Gründe, ins schöne Grenzstädtchen unweit von München zu kommen.

Kufsteinerland Radmarathon auf einen Blick:

+ schöner neuer Start/Zielort mit Kufstein (vorher Ebbs)
+ klein, kompakt und historisch
+ Strecke für jeden Fahrertypen geeignet (Bolzstrecke, nur 1-2 „längere“ Anstiege)
+ nettes Orgateam (familiäre Atmosphäre)
+ kurze Anreise von München
+ Festungsstadtsprint ist eine nette Idee zum Anritzen am Vortag
– hier könnte aber etwas mehr Action drumherum sein (Musik, Bier, etc.)

(c) Fotos: OFP Kommunikation, Tourismusverband Kufsteinerland

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1 comment

Lieblingsblogs Folge 86 - Coffee & Chainrings 20. September 2017 - 20:16

[…] Daniel beendet den Kufstein Radmarathon leider nicht. Aber auf die innere Stimme hören ist immer hilfreich und beim nächsten Mal klappt bestimmt. […]

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