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Grand Départ in Düsseldorf: 18 Bilder aus einer teils ganz anderen Perspektive!

by Daniel

[PR Reise] Trotz schlechten Wetters überwog die positiv neugierige Stimmung beim Grand Départ in Düsseldorf. Knapp eine Million Zuschauer sorgten dafür, dass es endlich mal wieder nach Champions-League-Radsport in Deutschland roch. Mit Kamera bewaffnet, machte ich mich auf den Weg, um das Ganze in Bildern festzuhalten.

Grand Depart Düsseldorf

30 Jahre nach dem Start in West-Berlin durfte ich am ersten Juliwochenende, auf Einladung vom offiziellen Timekeeper – Tissot – zusammen mit zahlreichen anderen Journalisten dabei sein, beim Eröffnungsspiel der „großen Schleife“ mit mächtig viel Tam Tam und Tuff Tuff. Und das in Düsseldorf, eine Stadt mit der ich bis dato kaum bis gar keine Berührungspunkte hatte.

Dachte ich über Düsseldorf nach, was kaum bis selten vorkommt, kamen eher Bilder in den Kopf wie Looser-Fußball, Alex Ristic, zurückgegelte Haare und hochgestellte Polohemdkragen – klar, und natürlich die längste Theke der Welt. Also nicht unbedingt Dinge, die was mit dem Radsport zu tun haben. Wobei, wobei, nicht zu voreilig sein… ich lese ja gerade das THOMAS DEKKER Buch – mein lieber Scholli, im Profiradsport der vergangenen Tage wurde mehr gebechert als man sich vorstellen kann. Dazu aber in den nächsten Tagen mehr. Ein krasses Buch, das kann ich schon mal verraten.

Zurück zu Düsseldorf und dem Start des größten, des unglaublichsten Radrennens der Welt.

Würde Düsseldorf liefern? Würde der deutsche Zuschauer, den ja eigentlich nur Gelb und Siegertypen interessieren, vom Tourfieber angesteckt werden? Würden sie verstehen, dass Sprintertypen wie Kittel, Greipel und Co., die ja gefühlt „alle“ Etappen gewinnen, bei einem Zeitfahren nicht unbedingt vorne mitmischen würden?

Ein Auszug der Fragen, die ich mit auf den Weg nahm, als ich mich wie viele Tausende andere auch in NRW’s Landeshauptstadt machte.

Meine Eindrücke des Grand Départ Wochenendes in dieser Fotostory…

Grand Départ Düsseldorf in Bildern

Grand Depart Düsseldorf

1) Ankunft am Freitag: Einen Tag vor dem Zeitfahren, einen Tag nach der offiziellen Teampräsentation am Burgplatz. Es war warm, die Stadt war gut gefüllt und an vielen Stellen, wie hier, war der gut sichtbare Tour-de-France-Schmuck zu sehen. Es lag ein leichtes Kribbeln in der Luft – man merkte, dass am Tag drauf etwas Großes startet. Wahrscheinlich wäre das Knistern in der Luft beim Derby gegen den FC noch größer gewesen, aber immerhin…

Grand Depart Düsseldorf

2) Internationale Gäste: Überrascht war ich, wie viele internationale Gäste der Grand Départ nach Düsseldorf lockte. Hier sehen wir einen Auszug der Sophos-Truppe, die per Rennrad durch Düsseldorf cruiste. Die börsennotierte Firma, mit Hauptsitz in den USA, nutzte den Grand Départ für ein sogenanntes „Offsite“, also, um alle „relevanten“ Mitarbeiter zu bespaßen und zusammenzuschweißen. Lange Rede, kurzer Sinn: Teambuilding

Grand Depart Düsseldorf

3) Französische Gendarmerie: Die Sicherheit war natürlich aufgrund der jüngsten Ereignisse ein Riesenthema. Hier sehen wir eine Gruppe französischer Polizisten, die das Event über die drei Wochen hinweg begleiten.

Grand Depart Düsseldorf

4) Stimmung beim Einzelzeitfahren: Überraschend gut. Natürlich wurde es deutlich lauter, als die bekannten Gesichter wie Kittel, Tony Martin, Froome und Co. an uns vorbeigefahren sind – dennoch: Ein fettes Lob an die Düsseldorfer! Ihr habt geliefert! Die Stimmung war trotz des schlechten Wetters beim Zeitfahren wirklich gut. Für viele der Zuschauer war es vermutlich das erste Mal bei einer Tour de France, aus meiner Sicht war auch viel Neugier dabei. Und jetzt stellt man sich mal vor, wir hätten einen Klassementfahrer, wie vor zwanzig Jahren, am Start. C’mon Kämna :-)

Grand Depart Düsseldorf

5) Schlechtes Wetter: Düsseldorf ließ sich nicht abhalten, auf die Straße zu kommen. Zu Beginn des Zeitfahrens war es noch einigermaßen trocken, zum Ende hin, vor allem als Tony Martin fuhr, setzte der Regen leider wieder ein.. Da steckste einfach nicht drin..

Grand Depart Düsseldorf

6) Tourbegeisterung: Schön zu sehen, dass so viele Zuschauer vom Radrennen angefixt waren. Dieses jüngere Pärchen wollte auch beim Essen keine Sekunde verpassen. Wie es bei so einer Massenveranstaltung üblich ist, ist bzgl. Fachwissen logischerweise die volle Bandbreite dabei. Sicherlich gab es einige, die (wie ich früher) gedacht hätten, dass Greipel/Kittel jetzt um den Sieg mitfahren würden – aber das kennt man ja von EM/WM beim Public Viewing. Auf der anderen Seite gibt es natürlich auch die Vollnerds, die bereitwillig allen Umstehenden lang und breit, bis zum letzten Schräubchen, den Radsport erklären. Alles dabei.

Grand Depart Düsseldorf

7) Zielbereich der ersten Etappe: Hier war die Stimmung sicherlich mit am besten. Immer wieder faszinierend zu sehen, mit welcher Geschwindigkeit die Fahrer da angepfeffert kommen. Was mir am Profirennsport noch gefällt, ist, wie nah die Zuschauer eigentlich den Fahrern kommen können. Während man bei einem Fußballspiel die Jungs nur aus der Ferne sieht – je nach Stadion –, sind die Radfahrer oft nur 1-2 Armlängen von einem weg.

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Grand Depart Düsseldorf

8) Tag 2 – Fahrerlager: Am zweiten Tag, kurz vorm Start der Etappe nach Lüttich, durften wir noch durch das Fahrerlager mit den Bussen schlendern und vom einen oder anderen bekannten Bike ein Foto machen. Hier sehen wir das schicke Rennrad vom Enfant Terrible, Mark Cavendish, der ja wenige Tage später, nach dem blöden Sturz, aus der Tour ausschied. Gute Besserung an der Stelle!

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9) Canyon Aeroad, Team Katusha-Alpecin: Das Aeroad durfte ich ja letztes Jahr auch fahren. Sehr, sehr schönes Bike, das die Koblenzer da gezaubert haben. In rot gefällt es mir auch sehr gut. Immer wieder krass zu sehen, wie viele Rennräder die Teams auf ihre Autodächer bekommen.

Grand Depart Düsseldorf

10) BORA-hansgrohe Teambus: Lustig für mich, hier am Teambus zu stehen. Wenige Wochen zuvor war ich ja bei BORA Boss Willi Bruckbauer (siehe Interview) in Raubling zu Gast. Im Hintergrund sehen wir etwas unscharf Team-Manager Ralph Denk. Ach ja, der BORA-Bus war definitiv der mit der besten Stimmung. Fette Beats (Rock, Hip Hop) sorgten für eine entspannte Atmosphöre. Wer da wohl der „Kabinen-DJ“ ist?

Grand Depart Düsseldorf

11) Auf der Jagd nach Radfahrerbeinen: Mitten im Fahrerlager kam mir dann die Idee, mal mit der Kamera vor allem auf die besten Stücke der Radprofis zu halten, natürlich die Beine. Während die Oberkörper meist nicht sehr ästhetisch sind, haben einige Fahrer richtig beeindruckende Beine. Hier sehen wir ein besonders schönes Exemplar: Andrey Zeits vom Team Astana. Ich kannte ihn bis dato noch gar nicht, seine Beine, vor allem auch die Bräunung, können sich sehen lassen.

Grand Depart Düsseldorf

12) Michael Gogl: Der junge Mann dürfte den meisten SpeedVille Lesern noch bestens bekannt sein: Mit Michael Gogl führte ich im Frühjahr letztes Jahr ein sehr interessantes Interview, in dem er uns Einblicke in das Team mit Peter Sagan und Alberto Contador gewährte. Mittlerweile hat er sich zu einem veritablem Profifahrer entwickelt mit der einen oder anderen guten Leistung im Frühjahr. Schön, diese Entwicklung von „Mr. Google Maps“ (O-Ton Sagan vor der Flandernrundfahrt) zu sehen. Weiter so!

Grand Depart Düsseldorf

13) Dünne Radfahrer… gibt es wie Sand am Meer, und dann gibt es noch Fabio Aru. Hier sehen wir den aktuellen italienischen Meister von hinten. Ganz ehrlich? Das ist nicht mehr schön. Der Kerl hat ja fast keine Schultern mehr, so abfallend sind sie. Auch die Beinchen sind kaum existent. Oder anders ausgedrückt: Würde ich demnächst mal umziehen, ihn würde ich wegen Kartons schleppen wahrscheinlich nicht fragen.

Grand Depart Düsseldorf

14) Nils Politt: Für den Hürther quasi ein Heimspiel. Wie groß die Schmerzen wohl gewesen sein mögen in der Landeshauptstadt zu starten? Im letzten Jahr hatten wir ein sehr schönes Interview gemacht, in dem er über die TDF in diesem Jahr und seine Erfahrungen im Peloton spricht (v.a. Flandernrundfahrt und Paris-Roubaix). Neben Gogl auch einer, der seinen Weg geht. Bravo!

Grand Depart Düsseldorf

15) Quick-Step Floors: Für mich eins der coolsten Teams im Peloton. Warum? Weil sie grundsätzlich ihren Fokus auf den Frühjahrsklassikern haben – für mich die geilsten Rennen des Jahres. Aktuell gibt es ja Gerüchte, das das Team zur neuen Saison schließt, ich hoffe es nicht.

Grand Depart Düsseldorf

16) John Degenkolb: Schafft Degenkolb (im Hintergrund) in diesem Jahr endlich seinen ersten Etappensieg bei der Tour de France? Nach seinem bösem Unfall Anfang letzten Jahres findet er langsam wieder zurück zu alter Stärke, in diesem Jahr will es aber noch nicht so recht klappen. Erst ein Sieg (Dubai Tour) steht zu Buche. Ist Dege in das richtige Team gewechselt? Eine Frage, die sich mir mittlerweile stellt..

Grand Depart Düsseldorf

17) Sehr, sehr schöne Beine: Wer hätte gedacht, dass diese krassen Haxn zu Christian Knees, kommt übrigens auch aus dem Rheinland (bei Bonn), gehören. Knees ist in diesem Jahr einer der Helfer für Chris Froome.

Grand Depart Düsseldorf

18) Kelmis, Belgien: Auf dem Weg nach Lüttich, zum Ziel der zweiten Etappe, durchquerte das Peloton diesen kleinen Ort – Kelmis – in Belgien. Mein Cousin Gerrit machte diesen schönen Shot, als gerade das Feld durch das Dörfchen knallte. Keine 20 Sekunden, meinten sie hinterher, und zack waren sie wieder weg.

Vive le Tour!

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