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Kein Bock mehr auf kalte Füße?
Funktionskleidung von GripGrab im Test

by Daniel

Pünktlich zur Draußen-Saison durfte Leser Johannes aus Nürnberg ein buntes Paket von GripGrab testen. GripGrab ist ein skandinavischer Hersteller, der verspricht Radfahrer besonders gut gegen Wind und Wetter zu schützen. Eine Disziplin, die ich Skandinaviern im Allgemeinen sofort abnehme – schließlich eine der wenigen Regionen mit noch besch…eiderem Wetter als Deutschland.

GripGrab Test

(c) Foto: Martin Paldan | GripGrab Media Crew

Endlich! Die Outdoor-Saison geht wieder los. Schluss mit den zähen Einheiten im Studio, für jeden Rennradfahrer beginnt nun die schönste Zeit des Jahres: Frühling!

Der Tiger darf also wieder raus.

Aber Obacht, Frühling bedeutet bekanntlich nicht immer Temperaturen um die 20 Grad und eitel Sonnenschein. Am Morgen und Abend können die Temperaturen noch zapfig kalt sein, wechselhaftes Aprilwetter steht uns gar noch bevor.

Der ideale Zeitpunkt für unseren GripGrab-Produkttest: Handschuhe, Überziehschuhe, Zehenwärmer und Socken des skandinavischen Herstellers, der verspricht besonders gut vor Kälte, Wind und Nässe zu schützen.

SpeedVille-Leser Johannes aus Nürnberg hat das folgende Package in den vergangenen Wochen getestet und schildert uns ganz authentisch seine Erfahrungen.

Auf geht’s Johannes…

Im Test: GripGrab Handschuhe, Überschuhe, Zehenwärmer & Socken

Da mit Paris-Nizza und Tirreno–Adriatico die Profistraßensaison in Europa so richtig eingeläutet ist, wird es auch für die Jedermänner endlich Zeit, sich der warmen Winterklamotten zu entledigen bzw. sich von der Rolle erst einmal zu verabschieden. Aus diesem Grund wurden für Hände und Füße frühlingshafte Begleiter getestet.

Auf GripGrab wurde ich zum ersten Mal im letzten Jahr aufmerksam, als ich den Namen auf den Teamtrikots von Strassacker gesehen habe.

Nun aber zum Test:

GripGrab Handschuhe „Insulator“

Da ich sonst nur sehr dicke Handschuhe besitze und bei Temperaturen um fünf Grad immer das Problem hatte, dass mir entweder zu kalt (ohne Handschuhe) oder deutlich zu warm war (mit Handschuhen) war ich entsprechend gespannt auf die Insulator.

Ich muss sagen, diese Handschuhe sind für die Übergangszeit optimal. Vom Hersteller werden sie für einen Temperaturbereich von fünf bis 15 Grad empfohlen und das kann ich nur bestätigen. Sie tragen sich angenehm, sind kaum spürbar und gehen über das Handgelenk hinaus, sodass sie unter den Ärmeln des Langarmtrikots verschwinden, jedoch sind sie zum Anziehen etwas eng.

Weiter positiv ist aufgefallen, dass man unter ihnen nicht schwitzt, jedoch für eine Regenfahrt ein anderes Paar wählen sollte. Sehr gut sind auch die Noppen an den Fingern und der Handfläche, sie gewährleisten einen optimalen Halt auch an der Trinkflasche. Mit den Handschuhen lassen sich auch Touchscreens bedienen, was mir sehr gefallen hat. Jeweils an den Daumen befinden sich diese leitenden Bereiche.

Fazit des Tests: Handschuh GripGrab Insulator

+ ideal für Übergangszeit
+ angenehmes Tragegefühl
+ kein Schwitzen im Handschuh
+ guter Griff durch die Noppen
+ Smartphones lassen sich bedienen
– Obacht bei der Größenwahl; ggf. etwas eng

GripGrab Test
GripGrab Test
GripGrab Test
GripGrab Test

(c) Fotos: Martin Paldan | GripGrab Media Crew

GripGrab Handschuhe „Roadster“

Als zweites Handschuhmodell standen mir die „Roadster“ zur Verfügung. Ein Sommerhandschuh, der sehr leicht und atmungsaktiv ist. Er besitzt keinen Klettverschluss, sondern man schlüpft einfach hinein und der Handschuh sitzt perfekt. Des Weiteren besitzt er in der Handinnenfläche ein zwei Millimeter dickes Gel, das Stöße sehr gut dämpft. Hilfreich für diese eng anliegenden Handschuhe ist die Ausziehhilfe zwischen dem Mittel- und Ringfinger, sonst wäre es schon ein ganz schönes Gefummel, die Handschuhe wieder abzubekommen.

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Ein kleiner Kritikpunkt ist, dass die Innenflächen doch eher etwas glatt sind bzw. keine Noppen wie bei den Langfingerhandschuh wie oben haben. Nach Rückfrage beim Hersteller die Info, dass das Material nach 1-2 Ausfahrten etwas griffiger wird (Anm. d. Red.).

Fazit des Tests: Handschuh GripGrab Roadster

+ leicht & atmungsaktiv
+ sehr guter Sitz
+ reduziert Stöße durch Gel
+ inkl. Ausziehhilfe
– Innenfläche anfangs noch etwas glatt

Überziehschuh „Race Aqua HI-VIS“

Da die Hände nun gut versorgt sind, widmen wir uns den Füßen. Hier durfte ich den Überschuh „Race Aqua HI-VIS“ ausprobieren. Es fällt sofort die neongelbe Farbe ins Auge, die zusammen mit den reflektierenden Aufdrucken für erhöhte Sichtbarkeit bei Regenwetter sorgt. Schon mal sehr gut.

Die Überschuhe haben eine sehr aerodynamische Form und schmiegen sich nahezu perfekt an den Rennradschuh an, so dass man überhaupt nicht das Gefühl hat, mit einem „Betonstein“ unterwegs zu sein. Dieser Vorteil wird einem beim Anziehen hingegen etwas zum Nachteil, ein paar Sekunden länger braucht man schon, bis der perfekte Sitz hergestellt ist.

Nicht nur gegen Regen, auch gegen Wind sollen die Überschuhe helfen – auch das kann ich vollends bestätigen. Ich war bei sonnigem, aber auch sehr windigem Wetter unterwegs und hatte immer warme und vor allem trockene Füße, folglich hat man keine Plastiktüte an, sondern doch einen Überschuh der atmet.

Fazit des Tests: Überziehschuh GripGrab Race Aqua HI-VIS

+ gute Sichtbarkeit
+ aerodynamische Form
+ Schutz gegen Wind und Regen
+ atmungsaktiv

Zehenwärmer & Socken von GripGrab im Test

Für etwas wärmere Tage bieten sich die Zehenerwärmer „Toe Cover HI-VIS“ an. Diese sind ebenfalls neongelb und im Gegensatz zu den Überschuhen innerhalb von zwei Sekunden angezogen. Laut GripGrab sind sie wasser- und winddicht, was ich exakt so bestätigt kann.

Perfekt zu Überschuhen und Zehenwärmer passen die Socken „HI-VIS Regular Cut“, die ebenfalls im markanten neongelb zu haben sind. Es sind eher Sommersocken die dünn sind, sich sehr gut anfühlen und etwas über die Knöchel reichen. Sie harmonieren perfekt mit den Überschuhen, sodass ich zu keinem Zeitpunkt feuchte Füße hatte. Was ich sehr originell fand, war der Aufdruck „Foot Love“, so dass gleich klar wird in welchem Verhältnis die Socken zu den Füßen stehen sollen. Damit die Socken nicht so rutschen ist der obere Abschluss der Socken etwas enger und im Gegensatz zum Material an den Füßen gefühlt etwas dicker.

Als zweites Paar hatte ich noch die „Classic High Cut“ Socken. Wie der Name schon sagt, sind diese im klassischen Weiß und lassen die Herzen jedes Radstylisten höher schlagen, da sie bis zur Wade reichen – also sehr lang sind. Auch dieses Model ist mit seinem dünnen atmungsaktiven Material für den Sommer ausgelegt.

Persönlich fand ich diese Version etwas dicker, kann aber auch mein subjektives Gefühl sein. Aber auch diese Socken sind angenehm zu tragen. Einzig fiel mir auch, dass die Ferse etwas zu groß war, ggf. eine Nummer kleiner wählen als die normale Schuhgröße.

Zusammenfassen kann man sagen, dass sich die Produkte von GripGrab sehr gut anfühlen und zu empfehlen sind. Die Qualität ist gut und auch für das Auge ist immer was geboten.

Kein Wunder also, dass eines der besten Jedermannteams damit unterwegs ist.

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