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Mind. 10 Gründe, warum Rennradfahren die schönste Sucht ist!

by Daniel

Manchmal fragt man sich doch glatt selbst, ob man noch alle Latten am Zaun hat. Beispiel gefällig? Pfingstmontag neulich, morgens um 7:00 Uhr. Man ist zu Besuch bei der Familie der Freundin in Thüringen. Tolle hügelige Landschaft am Fuße des Thüringer Walds – ein absolutes Rennrad-Paradies. Leider hat’s aber nachts geregnet wie sau. Und kalt ist es auch. Auf jeden Fall einstellig. Es gibt eigentlich keinen triftigen Grund das warme, gemütliche Bett zu dieser frühen Stunde zu verlassen. Wenn da bloß nicht zwei Dinge wären:

1) Mittagessen mit der extra angereisten Familie. Kaffee & Kuchen um Punkt 15:00 runden das Ganze dann noch ab. Und „verpissen“ ist nicht „im Osten“ – beim Essen gibt’s keine Scherze – da MUSS man dabei sein!

2) Trainingsvorbereitung für den St. Pölten Radmarathon am 7.6. – da gilt es gezielte Power-Trainingseinheiten zu fahren. Und der Pfingstmontag ist genau der richtige Tag dafür. Eigentlich. Siehe Punkt 1.

Tja, ein klassisches Dilemma. Trainieren, um das Ziel nicht zu verlieren oder mal Fünfe grade sein lassen und den halben Tag am Kaffeetisch „rumstuhlen“? Guter Rat ist teuer.

Jeder halbwegs normale Mensch würde sich wieder ins Bett legen und denken: „Scheiß drauf“. Nur nicht wir bekloppten Rennradfahrer ;-) Man beißt entsprechend in den riesigen sauren Apfel und steigt dann nach reichhaltigem Müsli im Eiltempo gegen 8:00 morgens aufs Rennrad und fährt für ca. 3 Stunden seine „Powereinheit“ unter den irritierten Blicken der Landbevölkerung.

Es ist kalt? Es ist noch saufrüh? Die Leute glotzen alle blöd? Egal – ich will fit werden für das nächste Event ;-)

So erging es mir nicht nur am Pfingstwochenende – seitdem ich Rennrad fahre, stelle ich immer öfter fest: Mensch, das wird ja regelrecht zur Sucht. Und ich bin der Meinung: die schönste Sucht.

Rennradfahren Sucht

Mindestens 10 Gründe, warum Rennradfahren die schönste Sucht ist:

1) Rennradfahrer sind topfit und gesund

Quälte ich mich früher schnaufend in den 3. Stock meiner Wohnung, geht’s heute spürbar leichter hinauf. Wer ca. 10.000 km pro Jahr auf dem Rennrad abkurbelt, hat logischerweise mehr „Tinte auf dem Füller“. Zudem ist das Rennradtraining sehr gut für dein Herz- und Kreislaufsystem. Richtig dosiertes Training vorausgesetzt.

2) Rennradfahren nimmt dir den Alltagsstress

Die Kollegen und der Chef gingen dir heute im Büro mal so richtig auf den Sack? Egal, wie beschissen dein Tag auch war – sobald du dich auf dein Rennrad setzt und das sonore Geräusch des Freilaufs ertönt, ist der Alltagsstress vorbei. Geschwindigkeit, Fahrtwind und idealerweise noch ein paar Sonnenstrahlen sorgen schnell für den perfekten Tagesabschluss. Freiheit und Erholung pur.

3) Rennradfahren ist ein Reise-Sport

Rennradfahrer fahren in den unterschiedlichsten Revieren und sehen somit viele verschiedene Orte. Ein großer Vorteil gegenüber z.B. Joggen: Man kommt naturgemäß schnell von A nach B. In ca. 3 Stunden bin ich von München aus einmal um den Starnberger See gefahren und wieder zurück. Mein allabendlicher Kurzurlaubstrip. Mit dem Rennrad fliegt man auch mal in den Urlaub oder in das Trainingslager. Die Eindrücke, die man auf dem Fahrrad sammelt, sind zigmal intensiver als jede Fahrt mit dem Auto. Der Geruch, der Wind, herrlich.

4) Auf dem Rennrad findest du zu dir selbst

Wenn dein Körper unter der hohen Belastung arbeitet, ist keine Zeit groß über Vergangenes oder zukünftiges Nachzudenken. All deine Konzentration und Kraft ist jetzt erforderlich, den nächsten Berg oder die aktuelle Wattzahl zu halten. Es gibt nur dich und dein Rad. Du bist im Hier und Jetzt und ganz nah bei dir. Klingt etwas esoterisch – is aber so! Jedes Mal, wenn ich nach einer Trainingseinheit zurückkomme, ist mein Gehirn „resetted“ und ich bin vollkommen entspannt. 100% Wellness für die Birne!

5) Rennradfahrer finden überall Anschluss

Du bist neu in der Stadt oder möchtest deinen Freundeskreis vergrößern? Ob in San Francisco oder Australien – Rennrad wird überall gefahren. Per Facebook oder anderem Medium – die richtige Trainingsgruppe ist schnell gefunden.

6) Fit bis ins hohe Alter

Beim Fußball ist mit Mitte 30 das natürliche Ende besiegelt. Wer es bis dahin nicht geschafft hat, seine ambitionierten Träume zu verwirklichen, bei dem wird’s leider nix mehr. Klar, man kann noch bei den Alten Herren mitkicken aber leistungsorientiert geht’s dann meist nur noch an der Theke zur Sache. Rennradfahren auf hohem Niveau dagegen, geht locker bis zum Alter von 50-60 Jahren.

7) Keine Vereinsmeierei – du bist dein eigener Herr

Du entscheidest, wann du fahren willst, wie viel und mit wem. Keine Verpflichtungen, kein Stress – totale Flexibilität. Ich kenne es aus meiner früheren aktiven Fußballzeit noch ganz anders. Wer 5 Minuten zu spät auf dem Platz war, musste in die Mannschaftskasse zahlen. Jede weitere Minute ein Euro. End of Talk.

8) Überflüssige Pfunde schmelzen dahin

Als Faustformel kann man sagen, dass pro gefahrener Stunde auf dem Rennrad ca. 500 Kalorien verbrannt werden. Mindestens GA1 Tempo vorausgesetzt. Je höher die Belastung, umso mehr Kalorien werden verbrannt. Nach einer entsprechenden GA1/2 Einheit mit einem Umfang von 3 Stunden hat der Körper eben mal 1.500 – 2.000 Kalorien verbrannt. Die Cola Nicht-Light sei dir gegönnt ;-) Aber bitte nicht übertreiben mit der Gewichtsreduzierung. Wir sind alles nur Hobbyfahrer. Männer mit „Pommesärmchen“ muss nicht sein.

9) Wir Rennradler haben die schönsten Beine

Früher hätte ich gesagt, dass Fußballer wohl die schönsten Beine haben, finde aber mittlerweile Rennradlerbeine deutlich ästhetischer. Vorausgesetzt sie haben gut definierte, drahtige Waden. Insbesondere viele ältere Herren, die schon 20-30 Jahre Rennrad fahren, haben oftmals die krassesten Waden. Beim Reizthema „Beine rasieren“ muss ich gestehen, dass ich hin und hergerissen bin. Vollkommen übertrieben vs. sieht einfach scheiße aus, wenn die Wolle da aus der Radlerhose rausquillt. Fazit: Soll jeder machen, wie er meint.

Last but not least:

10) Auf dem Rennrad sind wir alle per Du

Steifes Gesieze ist hier absolut fehl am Platze. Mir persönlich gefällt das sehr gut. Besonders unkompliziert waren die Interviews für diesen Rennrad-Blog. Ob Ex-Profis wie Jörg Ludewig, Ole Ternes, aktueller Manager von Jan Ullrich, oder die Organisatoren der großen Jedermannrennen Uli Fuhme (GFNY) oder Kai Rapp (Garmin Velothon, Vattenfall Cyclassics) – es wird sich ganz unkompliziert geduzt und über die Sache geredet. Kein steifes Rumgeplänkel.

So Freunde, das waren meine 10 Gründe, warum ich vollkommen vernarrt bin ins Rennrad fahren. Fallen dir noch weitere Gründe ein, warum DU süchtig geworden bist?

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